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Warum Vorsätze scheitern

Dass jedes Jahr an Silvester zu Ende geht, ist sicher. Dass gute Vorsätze im neuen Jahr zum Erfolg führen, ist nicht sicher. Eines scheint klar zu sein: die Wahrschein­lichkeit des Scheiterns ist größer als die des Erfolgs. Verschiedene Studien setzen die Erfolgsquote unterschiedlich an – eine kurze Recherche führt zu Zahlen zwischen 12 und 30 Prozent. Der Haken an der Sache liegt darin, was wir unter Erfolg verstehen. Wenn es um das Vorhaben geht, in diesem Jahr sechs Richtige im Lotto zu gewinnen, ist es leicht, die Wahrscheinlichkeit auszurechnen, und die ist auf jeden Fall gering. Trotzdem spielen viele Menschen Lotto, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wenn es um die wirklich wichtigen Dinge im Leben geht, sind wir darauf angewiesen, Änderungen anzupacken, sobald wir erkennen, dass etwas nicht so läuft wie es soll. Der gute Wille ist der erste Schritt, aber so gut wie immer ist es mit einer mutigen Entscheidung nicht getan: wir müssen uns auf einen längeren Weg mit vielen Hindernissen machen, wenn wir zu den Erfolg­reichen gehören wollen, die nun mal in der Minderheit sind.

Wo sind diese Hindernisse zu finden? Einige stecken in unserem Kopf, andere sind die physischen Grenzen, die uns unser Körper setzt. Manchmal sind es die lieben (und die weniger lieben) Mit­menschen, die uns bremsen, wenn wir eigentlich durchstarten wollen. Und wieder andere Hinder­nisse entstehen in der Auseinandersetzung mit den Bedingungen unseres Jobs, den unsichtbaren Grenzen zwischen Schichten der Gesellschaft bis hin zum politischen System, in dem wir leben. 
Das ist der Rahmen, in dem jede Veränderung vonstatten geht und den wir jederzeit im Auge be­halten müssen, wenn wir uns verändern wollen. Dabei gibt es immer wieder Menschen, die es trotz aller Widerstände schaffen, ein kleineres oder größeres Stückchen der Welt zu verändern. Was ist ihr Geheimnis?

Wa(h)re Schönheit kommt von außen

Seit Urzeiten bemühen sich die Menschen, sich im besten Licht darzustellen. Sie scheuen keine Mühen, ihr Äußeres aufzuwerten, angefangen mit Kleidung, Schmuck, Kosmetik bis hin zur plastischen Chirurgie. Der Zweck heiligt fast jedes Mittel. Schönheit war schon immer auch eine Ware, die Welt des schönen Scheins bis heute eine Warenwelt.

Umgeben von Stars und Sternchen, irritiert durch die Einflüsterungen der Instagram-Schönheiten, taumeln wir durch den Tag. Für jedes noch so absurde Produkt auf dem ausufernden Markt wird mit der Schönheit geworben, mit der weiblichen und immer mehr auch der mit männlichen. Das erotische Kapital ist die Basis für Milliarden­umsätze des Big Business.

Wir geben Hunderte Euros für diverse Täschchen aus, rennen jede Woche zur Maniküre und zum Coiffeur, zahlen horrende Preise für Voodoo-Cremes, nur um uns für einen Augenblick schön zu fühlen, und in der Hoffnung, auch so wahrgenommen zu werden. Zugleich übersehen und ignorieren wir das Wesentliche.

Warum versuchen wir, das Pferd von hinten aufzuzäumen, indem wir die Schönheit in Produkten und Versprechungen der Industrie suchen, wenn das Schöne eigentlich zum Greifen nahe ist?

Es ist unser Körper, der uns unser Leben lang trägt und in dem wir hausen. Er ist die Grundlage. Die Schönheit steckt in unserer Substanz. Sie ist bloß mehr oder weniger verborgen, will herausgelockt und sichtbar gemacht werden. Alle anderen Maßnahmen und Accessoires, Luxusgüter und Extras können nur ergänzen und im besten Falle ein I-Tüpfelchen sein. All das ist legitim, denn der Mensch lebt nicht nur von Brot und Wasser. Aber unsere Substanz kann es nicht ersetzen.

Kleider machen keine Leute. Ein Kleid macht die Trägerin erst dann schöner, wenn ihre Haltung stimmt. Ein Anzug sitzt erst dann perfekt, wenn sich der Bauch nicht zu weit vorwölbt. Krafttraining für Muskelaufbau, Hautstraffung und Haltung, eine gesunde Ernährung und genug Schlaf sind immer noch die einfachsten Mittel, um unsere Substanz zu erhalten und zu stärken. Sie sind unbezahlbar und unübertroffen.

Anstatt uns von unseren digitalen Begleitern krumm machen zu lassen, sollten wir aufrecht und voller Anmut durchs Leben schreiten. So erhält die Schönheit, die jedem von uns innewohnt, einen würdigen äußeren Rahmen, der sie zum Vorschein bringt.